Band 
Erster Theil.
Seite
408
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Repräsentanten des Japanischen Kaisers ein Eu-ropäisches, und nicht eia Japanisches Compli-ment machen sollte. Das Japanische Compli-ment ist in der That ron so erniedrigenderArt, dafs sich selbst der geringste Europäerdazu nicht verstehen sollte. Doch mufste sichder Gesandte gefallen lassen, ohne Degen undSchuhe zu erscheinen. Auch wollte man ihmkeinen Stuhl oder irgend einen Sitz in Europäi-scher Art zugestehen, und er mufste, dem Gou-verneur und dein Bevollmächtigten gegenüber,auf der Diele mit seitwärts gehaltenen Fiifsensitzen: eine Stellung, welche nicht zu den be-quemsten gehört. Nur ihm bewilligte man ei-nen Norimon oder Tragsessel, die ihn beglei-tenden Offiziere mufsten zu Fufse gehen.

Den 4 . April hatte er seine erste Audienz,zu welcher er in einem grofsen Boote, welchesmit Flaggen und Vorhängen verziert war, ab-geholt ward. Seine Begleitung bestand aus 5Personen, dem Major Frederici, dem Ca-pitän Feodoroff, dem Lieutenant Kosche-leff, dem Dr. Langsdorf, und dem Hof-,rath Fosse, nebst einem Sergeanten der dieStandarte trug. Man landete an einer Anfahrt,die nördlich von Dezima liegt» und von denDolmetschern Massel Trapp genannt wird. Beider ersten Audienz wurden nur Comph.men.te

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getlian. Mit der nämlichen Cerenmnie hatteder Gesandte auch seine zweite Audienz, in