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Befestigung im Gebirge
494) Die Befestigung im Gebirg ist wesentlich verschie-den von jener des flachen Landes/ welche letztere steh eingra-brn muß um der zerstörenden Wirkung des feindlichen Feuersweniger ausgesetzt zu werden? Die Fronten müssen kurz seyn/um sich leichter den Zufälligkeiten des Terrains anzuschmie-gen/ so daß jeder ausspringende Winkel mit einer der umlie-genden Höben korrespondirt/ und die Mannschaft vor denSenkfchüssen defilirt wird.
Im Gebirg wird selten oder nie eine Stellung gefunden/welche einen Paß sperrt/ die nicht durch andere Höhen inder Nähe beherrscht und von dort in Flanken und Rückenbeschossen und angegriffen werden kann. Die Schanzen imGebirg/ die Bergbefestigungen/ Paßsperren oder sogenannteKlüsen/ müßen daher gegen das dominircnde Feuer durchBlendungen und kasemattirte Batterien beschützt/ gegenFlankenangriffe und Ucberfälle von hinten/ durch geschlossenestarkgemaucrte Verschanzungen gesichert/ und erhöht werdenum das vorliegende Gelände übersehen und beschießen znkönnen.
496) BergsoptS müssen gewöhnlich auf dem Gipfel einerAnhöhe/ in der Tiefe eines Thales oder an dem Abhangeines Bergs angelegt werden/ um ihre Bestimmung/ denDurchzug des Feindes auf den fahrbaren Straßen zu hin-dern und durch feste Punkte das Land zu besetzen/ erfüllenzu können.
In Theorie scheint es Vortheilhaft/ wenn alle Eingängeeines GebirglandeS und zwar auf den höchsten Punkten/durch Verfchanzungen geschlossen werden; da es aber nichtmöglich ist alle Löcher zu schließen und es ungeheure Sum-men und Streitkräfte erfordern würde/ um so viele Fortszu bauen / zu bemannen und mit allem Nothwendigen zu ver-sehe»/ so muß man sich damit begnügen/ solche Klüsen aufden HauptvereinigungSpunkten der Thäler anzulegen/ aufden vorliegenden Gebirgen aber und auf den Zugängen/kleine Bevbachtungsposten zu etablircn.
496) Die Forts werden ihrer Natur nach auf ver-schiedene Arten erbaut und mehr oder wenigere zu kleine»
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