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Nachdem ihn Wallenstein zum Professor in Rostock ernannt, aber Keppler diese Ernennung nur mit derGarantie seiner sämmtlichen Forderungen hatte anneh-men wollen, lösten sich die Beziehungen immer mehr,und W allenstein wandte sich zu seinem Astrologen Zeno.
Endlich beschlofs Keppler im Jahre 1630 sein letz-tes Ileil auf dem Regensburger Reichstage zu suchenund dort die Erfüllung seiner Forderungen nicht alleinfür die grofsen Summen, die er aus eigenem Erwerb aufdie Rudolphinischen Tafeln gewandt, sondern auch fürdie weitere Veröffentlichung seiner wichtigen Voraus-berechnungen, der Ephemeriden, zu verlangen.
Nach einem erschöpfenden Ritt von Sagan nachRegensburg durch das verwüstete Land erlag er endlich,als er bei dem mit der Anklage Wallensteins beschäf-tigten Reichstage kein Ohr für seine Forderungen fand,der Anstrengung, der Sorge und der Enttäuschung.
Unbeachtet erlosch da das Auge eines Geistes, derin einer Zeit, welche man aus den Annalen Deutsch-lands tilgen möchte, das einzige Licht war, welchesverheilsend über dem Vaterlande leuchtete.
In der sonnigen Heiterkeit der italischen Gefildeund des alten Hellas war eine entzückende Idee in denGeistern der jugendlichen Menschheit geboren worden,und nach Jahrhunderten der A r erborgenheit war sie unterdunkleren Wolken wieder eingekehrt in die Seele einesMannes, den sie allein mit der Gluth ihrer Begeisterungemporheben konnte über eine wilde, gährende Zeit, aufdai's er, unbeirrt von Wuth und Schrecken, als eineBrücke zu besseren Zeiten allein der reinen Schönheitder Erkenntnifs diene.