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Ueber die Abhängigkeit des Copernicus von den Gedanken griechischer Philosophen und Astronomen : ein Vortrag, gehalten in der öffentlichen Sitzung des Copernicus-Vereins für Wissenschaft und Kunst zu Thorn am 19. Februar 1863 / von L. Prowe
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Wo nun die Alten gesagt hatten, es könne vielleicht so sein,da trat Copernicus mit der Zuversicht deS Mannes der Wissenschaftauf und bewies, daß eS so sein müsse.Durch keine Anord-nung sagt Copernicus begeistert habe ich eine so be-wundernswürdige Symmetrie deS Universums findenkönnen, als da ich die Weltleuchte, dieSonnc, die ganzeFamilie kreisender Gestirne lenkend, wie in die Mittedes schönen Naturtempcls auf einen königlichen Throngesetzt*-."

annahmen, sie hätten dle Erdewie an einem Bratenwender" umgedreht, damitste von der Sonne könnegebraten" werden. Dieter steife Glaube an dieWahrheit beb Aristoteles und PtoicmäuS findet sich in einemWerke, das nur zehn Jahre vor dem des Copernicnb erschien undbei einem Manne, der später selbst die Hand zur VeröffentlichungdeS copernieanischen Weltsystems bot."

ES ist Apelt'ö Verdienst und aus sein Werk verweise ich diejenigen, welchehierüber nähere Information suchen die vielen Irrthümer widerlegt zu haben,welche über das Verhältniß des Copernicus auch zu seine» unmittelbarenVorgängern verbreitet sind. Man hat sich nämlich nicht damit begnügt, dieAbhängigkeit deS Copernicus von den Alten zu behaupten, sondern ihm denRuhm der Originalität auch dadurch zu schmäler» gesucht, daß man seine Ideen,namentlich auch die Lehre von der jährlichen Bewegung der Erde, bei Ge-lehrten des 13. Jahrhunderts gefunden haben wollte. So habe» einige denCardinal von Cusa als Urheber dieser Lehre bezeichnet, andere wieder dem Rc-giomontanuS die Ehre dieser Erfindung zugeschrieben.Alle diese Sagen sindgrunoloo. Die jährliche Bewegung der Erde um die Sonne hakCopernicus zuerst erkannt. Dieb Verdienst wird ihm unbestritten bleiben.

Es war nicht etwa eine Zeitidee, die sich nur in ihm zum vollen und deutlichenBewußtsein conccnlrirt hätte, sondern eS war ein Oiiginalgc danke seinesGeistes, von dem keiner seiner Zeitgenosse» auch nur eine leiseAhnung hatte." !

*) Die schöne Stelle, welche ich nach Humboldt'S Umschreibung (KodmoS 1 l, IS. 3-13) in den Text aufgenommen habe, findet sich im ttt Capitel des kI. Buches, welchesvon der Ordnung der Himmelskörper" handelt. NachdemCopernicus die Reihenfolge der Planeten nach seiner Anordnung bestimmt hat,fährt er fort:

In ineilio vero oinnium resiiiet 8»I. yui« enimin boopulcderrimoremplo lampLiiem lrsuoin sIio v e l melio > i los»pouerel, qusm un<ie kokui» «imul possil iIIum innre? Liqui-dem inepke quulnin iucernnm inuuvi, »lii meokem, »lii reetoremvoeank. I'riiueafii-lus V i 8 i d i l e IN II e u IN , 8»>>doeli8 bileckr» inluen-rem owni«. U» protecko ranqusn, in oolio re^nli 8ol renivenseircuwoße » > r ,» gubernal Aslroium kamilinm. 1'eilus quoque