IV
Möchte ferner mein ernstes und einziges Stre-ben folgenreich gewesen seyn, die glänzenden Waf-fenthaten eines Heeres der Vergessenheit zu entris-sen, welches, nur gewohnt den Befehlen seinesHerrschers und seiner Obern zu gehorchen, nur derStimme der Ehre zu folgen, jeder Einwirkungäusserer Umstände und eigener Meinung entsagend,auch während der schwierigsten Zeit-Erscheinungen,nie einen Verräther in seinen Reihen erblickte,wohl aber den Verlust von vielen Tausenden ge-treuer Waffen - Gefährten auf den verschiedenenSchlachtfeldern zu betrauern hat; eines Heeres,welches aus der Stufe der Ausbildung, auf welchees Maximilian Joseph erhob, und auf wel-cher es König Ludwig zu erhalten, und durchzeitgemäße Verbesserungen und Veränderungen zubefestigen verheißt, als eine der kräftigsten Stützendes von einem treuen tapferen Volke umgebenenThrones erscheint; eines Heeres, welches, tapferund unerschütterlich treu im Kriege, Unterthan demGesetze und ausübend jede staatsbürgerliche Tugendwährend des Friedens, folgenreich strebend nach hö-herer Ausbildung und soldatischer Vollkommenheit,dem einstigen Bundesgenoßen willkommen, denFeinden des Vaterlandes und der bestehenden Ord-nungen furchtbar erscheinen soll und muß.
Die Quellen, aus denen ich vorzugsweise dieEinzelnheiten meines Gemäldes schöpfte, waren dieverschiedenen Archive, die amtlichen Berichte derverschiedenen Heerführer, insbesondere der bayeri-