Band 
Erster Band.
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Damals regierte in Barem Kurfürst Karl Theo»d 0 r. Während Baiern , seit Anfang des l8ten Jahr-hunderts, sei» Daseyn aus mancherley Stürmen mühsam,oft wunderbar gerettet sah, im Jahre 17IL durch denUtrecht»-Frieden, im Jahre 1745 durch den zu Füssen ,im Jahre 177Y durch den zu Teschen geschlossenen Frie-den ; während es durch den Letzteren einen seiner schön-sten Bestandtheile, das Jnnviertel eingebüßt hatte, schienes beim Regierungsantritt Karl Theodors, durch Ver-einigung mit der Rheinpfalz, an Stärke gewonnen zuhaben. Es bildete damals «inen Staat, von beinaheMillionen Seelen, bevölkert. *) Aber der baierischeStaat, war er gleich an Flächen-Inhalt und Einkünf-ten gewachsen, hatte darum nicht verhaltnißmäßig aninnerer Kraft zugenommen. Denn er bestand aus dreyverschiedenen dreyßig bis sechzig Meilen von einanderentlegenen Länder - Massen.

Dazu kam, daß der Vorfahr Karl Theodors. KurfürstMaximilian Joseph » sich mit dem friedlichen Anbauder Wissenschaften und Künste begnügt, den Wehrstandfast gänzlich vernachläßiget hatte. Das gesammte Herr

') Die dem pfalzbaierischen Scepter zu damaliger Zeit unter-worfenen Länder waren wie folgt:das Herzogthum Baiern . . . S7y,8g8 Einwohner,

die obere Pfalz ..... i?i,784 »

Herzogthum Neuburg .... 88,659 ->

Herzogthum Suljbach .... 4>,54i »

Gesammte alte Kurpfälzische Lande aufdem linken Meinufer, dann die kur-pfälzischen Länder auf dem rechte»

Rheiuufer ....... 756,009 »

»aS Herzogthum Berg ..._ 2 61,500 «

Total - Summe r, 179,182 Einwohner.