Band 
Erster Band.
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größteutheils unbrauchbar war««, hatten sieben Kaval-lerie - Regimenter nicht mehr, als 2840 Mann und nur615 Pferde. — An leichten Truppen aller Art fehlte es.Das Infanterie-Bataillon war nur 400 Mann stark;jede der fünf Staabs-Kompagnien in den Regimenternhatte nur zwey Offiziere. Der gemeine Mann war außer-ordentlich schlecht bezahlt, durch Mißhandlung und Ent-würdigung muthlos. Das „Unter die Soldaten gestellt„werden" galt als Strafe, wie das Zuchthaus. Wiemag der für die Ehre seines Fürsten und Vaterlandesbegeistert das Leben wagen, dem selbst alle Ehre ent-fremdet ist? — Noch mangelten Schiffbrücken und Mu-nirions - Karren; Kanonen und Mörser hatten wenigBrauchbarkeit. In allem, was zur Bewaffnung undBekleidung, oder was irgend zur vollständigen Ausrü-stung eines Heeres erforderlich ist, wurde der empfind-lichste Mangel allgemein gespürt.

Der Generallieutenant Graf Rumford empfing da,her im Anfang des Jahres 178Y den Auftrag, einebessere Bildung des Heerwesens zu veranstalten. Er be-gann damit, der großen Masse einen edler» Geist zugeben, das Selbstgefühl des gemeinen Mannes zu erhö-hen. Denn nur die sittliche Kraft des Menschen ist dieGrundlage seiner ganzen Stärke. Kein Verbrecher, keinAuswurf der bürgerlichen Gesellschaft durfte fürderhin indie Reihen derer aufgenommen werden, die, mit derTodesweihe für Fürst und Vaterland, nicht nur die EhreBeider schirmen, sondern Beiden selbst eine Ehre seynsollten. Regiments - Schulen entfernten den Müßiggang,beschäftigten die Familien der Krieger, und bildeten Geistund Herz der soldatischen Jugend. In Friedens - Tagenward durch eigene Militär-Arbeitshäuser, oder durch