— 153 —
ihrer Ankunft mit De fair'S Korps hingestellt wordenwar. Nun warf sich Desair mit voller Macht auf dieGrenadiere dc, Feindes. Dieser Feldherr selbst sank beidem Angriff rödtlich verwundet; allein die Grenadiere derLesierreicher wurden nichts desto weniger in ihrem Laufaugenblicklich gehemmt. Und ihre Erschütterung benutzend,stürzte Kellermann's Reiterei, den Degen in derFaust, in die Seiten der feindlichen Kolonne. Sie ward,in die größte Unordnung gebracht, gezwungen, das Ge-wehr zu strecken.
Dies Ereignjß verbreitete neuen Muth über diefranzösischen Schaaren. Sie rannten mit verjüngterKraft inS Feuer. Iu spat, und in jedem Fall nun ver-gebens, ließ Melas seinen linken Flügel durch die Rei-terei unter General Elsnitz unterstützen; vergebens nundas Dorf Marengo mit aller Aufopfernng, aller Tapfer»keil vertheidigen. Die Franzosen nahmen das Dorf mitstürmender Faust. Es kam die Nacht. Melas hattenur an Gefangenen bei 6,000 Mann verloren, dazu 20Kanone» und 8 Fahnen. Er ließ sein Heer, vom Feindeverfolgt, in die Stellungen der vorigen Nacht zurück-kehren. Mit rühmlichem Heldenmuth hielt auch seineNachhut bei Piedra Bona Stand, bis der ganze übrigeTheil des Kriegsvolks die -Verschanzungen an der Bor-mida erreicht hatte. Erst Nachts 10 Uhr nahm Gar-danne auch die Stellung bei der Piedra-Bona weg.Melas aberzog ununterbrochen durch die Nacht bis indas Lager bei Alessandria .
Bnonaparte hatte inzwischen noch am Abend desSieges-Tages Anstalten getroffen, den Brückenkopf ander Bormida zu erstürmen. Schon war folgendes Tags