186
guay d'Hillers im Engadin die Schanzen bei Jer-netz erstürmt, den General Aussen berg dort überMartinsbruck hinaus verfolgt hatte, und nach Glurenzin's Etschthal gedrungen war.
So lange Brune in Italien nicht seine linke Seitevom Gebirge her sicher wußte, konnte er nicht thätigerwerden. Darum begann er seine Unternehmungen erstspät, in der Mitte Decembers. Denn auch sein rech«ter Flügel war nur schwach durch eine seitwärts in Tos-cana stehende Division gedeckt, wo die neapolitanischenTruppen schon bis Sicnna gekommen waren, und der Vvlkö-aufstand gegen die Franzosen immer allgemeiner ward.Vor ihm stand, am Mincio, der österreichische Ober-befehlshaber Bellegarde, zwischen dem Gardasee undPü, an Streilkräste» nicht schwächer, als er, in seinerLinie durch drei Festungen und eine furchtbare MengeGeschützes vertheidigt. Mit 20,000 Mann stand Ge«neral Hohenzvllern am rechten Mincio-Ufer, zwi-schen Desenzano und Borgoforte, und die mantuanischeBesatzung drohte dazu noch, über den Pä her.
Als nun Bellegarde (i7ten December) durchallgemeine Recognoscirung der französischen Stellungenund durch eine Scheinbewegung gegen Lonato angriffs-weise verfahren zu wollen schien, zauderte Brune nichtlänger, seinem Feinde zuvorzukommen.
Er selbst griff (Listen December) auf der ganzenLinie an; drängte die Oesterreicher am Garda-See bisunter die Kanonen der Festung Peschiera , und zwang sie,sich auf die Höhen von Monzambano zurückzuziehen,wahrend General Delmas mit der Vorhut die Stel-lungen bei Pont! einnahm. Doch bis Monzambano selbst