Hl Hing er mit 5000 Mann im Lager zurück. Dieserkonnte nun freilich, die Franzosen einige Stunden langtauschen, aber auch dem Schicksal nicht entgehen, vonder Uebermacht umzingelt, und mit seinem Corps, nachehrenvollerGegenwehr (rtenNovember) gefangen zu werden.
An demselben Tage, da Erzherzog Johann » umdaS Zusammenziehen seiner Schlachthaufen am Brennerzweckmäßiger zu leite«, selbst nach Innsbruck gekommenwar (4ten November), hatte Marschall Ney 4ooo Manngegen die Verschanzungen bei der Scharnitz rücken lassen.Schon Tags zuvor hatte er, doch fruchtlos den Oberst-lieutenant Swind urne zur Uebergabe aufgefordert,der hier mit zwei Bataillonen Sesterreicher und zahlrei»chen Landesschützen die Vertheidigung der Schanzen, sowie des Kapfelbergs, des Arnthals bi'S an den Arn«köpf, des Karbendelthals und des Brunsteiiis leitete.Wie ernsthaft auch der Angriff Nev's gegen die Schan-zen war, — bei der sogenannten Schellerunt schlugendie Franzosen eine kleine Laufbrücke über die Jsar, abervon den Bergen rollende Feldstücke und das Feuer derSchützen hemmten die hier begonnene Bewegung; der fran-zösische General Marrognet drang mit der Hauptmasseso nahe gegen die sogenannte Mauleck, daß die Ka-noniere auf dieser Bastion bei den Kanonen erschossenwurden; gegen die Scharnitz selbst donnerten den gan-zen Tag von zwei Seiten die Kanonen, dennoch wurdenichts ausgerichtet. Aber eigentlich auch nicht hier, son-dern gegen die Leutasch geschah der enscheidende Angriff.
In der Leutasch befehligte der österreichische MajorKraus. Gegen ihn rückte General Loison, der erfahrneGebirgs-Krieger, mit 5 bis 4000 Franzosen, die von