4
Napoleon, in der Fülle des Glücks and der Kraft,immer die Huld des Augenblicks so schnell benutzend,als er sie erblickte, schien jetzt die Ueberraschung oderBeraubung der Nationen geeignet zu finde», alle Staats--verbälrnisse von einer Hälfte EnropenS zum Besten Frank-reichs zu verwandeln. Er hatte bei Austerlitz das Werkseines furchtbarsten Feindes, des Ministers Pitt, dessen !zu seinem Untergang gerüsteten Bund Drittannienö, Ruß-lands und Oesterreichs , wie mit einem einzigen Schwert-streich zerschlagen. Allgewaltiger Gebieter in Frankreich ,nun ohne Furcht vor der Fremde, wollt' er sein weitesReich mit den südlichen, westlichen und östlichen Staa-ten Enropens, wie mit Vormauern, gegen jeden Sturmder Zukunft umgürten.
Er vernichtete die ihm feindselige Gewalt der Bour«Konen zu Neapel durch ein dahingesandtes Heer. Ekvertrieb das alte königliche Herrschergeschlecht nach Si-cilien, und vergabte den neapolitanischen Thron (Site» !März 1806 ) an seinen eignen Bruder Joseph. So ward ^die ganze Halbinsel, vom Fuß der Alpen bis zu de"ealabrischen Gestaden, ein Flächenraum von 167t Ge-viertmeilen und von mehr denn sechsthalb Millionen Ein-wohnern seiner Botmäßigkeit unterworfen.
Von der andern Seite aber Preußens noch ganz«ngeschwächre Macht zu binden, und sie von England z"trennen, schloß er mit dieser (schon zu Wien im Decem-ber) den Vertrag, daß Hannover , des Königs von Eng-land Gut. nach der Räumung desselben von den Russen,Engländern und Schweden , nicht durch die Franzose"-sondern durch die Preussen, bis zum künftigen allgemei-nen Frieden besetzt, in Verwahrung genommen und ver-waltet werden sollte. Und als -er preußische Hof ^