abgeschlossenen Friedensvertrag mit Frankreich seine Be ,siättigung versagt. Des Krieges Wiedereröffnung warvoraus zu sehen. Preußen, aus seiner Ruhe aufgeschreckt,schloß sich daher fester an England, Schweden und Ruß-land an. Folge davon war die Aufhebung der Sperrepreußischer Seehasen von den Schweden (Iten Septem-ber) und Engländern (L7ten September). Preußenselbst setzte die gesammte eigne Heeresmacht auf denKriegsfuß. Rußlands Heere, noch in der Nahe derpreußischen Staaten, wurden zum Beistand in Anspruchgenommen. Knrsachsen erhielt Mahnung, sich seinemmächtigen Nachbar anzuschließen. Ueberall Truppenbe-wegungen. Selbst die Besatzung Berlins verließ dieseHauptstadt (Anfang Septembers). Die allgemeine Stim-mung des nördlichen Deutschlands war Krieg gegen Na-poleon , gegen dessen willkührliches Schalten, auchSüddeutschland innern Grolles voll war. Empörend füralle Deutsche war dessen neueste Gewaltthat gewesen,da er, um Schrecken zu verbreiten und der öffentlichenStimme Schweigen zu gebieten, den Buchhändler Palmhatte in Braunau hinrichten lassen. Fürsten , auf derHöhe ihres Glücks und im Wahn ihrer Sicherheit, glau-ben zuweilen gegen den Einzelnen und Verlassenen un-gestraft sündigen zu dürfen, und bereiten eben da, wosie es am wenigsten vermuthen, ihren unvermeidlichenUntergang. Das Blut Enghien's hatte auf ewig dieHerzen der Fürsten , das Blut Palm's auf ewig dieHerzen der Völker von Napoleon geschieden. Unddie Rache folgte, wenn auch spat, doch furchtbar denUnthaten.
Inzwischen erschien noch mitten unter den kriegeri-schen Bewegungen des Nordens der General von Knebels-