Band 
Zweiter Band.
Seite
78
JPEG-Download
 

78

„Euere Ausdauer, daß dies auch jetzt nicht geschehen„werde. Oesterreich hat sein Wort gebrochen, es„überziehet Euere Lander mit Krieg; Euer K'ouig„mußte seine Residenz wieder verlassen, und Oester-reich wollte die Auflösung Eueres Staates, die Ent-„waffnung Encrcr Armee. Ungarn, Böhmen und an-„dere raubsüchtige Horden wollen sich in Euerer Heiniach„theilen. Aber sie werden sich irren. Ihr werdet sie„unter meiner Führung, vereingt mit meinen Armeen,„schlagen. Ich werde Euere Staaten vergrößern, Ihr„werdet in Zukunft nicht mehr meines Schutzes bedür-fen ; Ihr allein werdet stark genug seyn, um Oester-reichs Macht zu widerstehen; ich war zu schonend„gegen diese Macht, ich werde eS nicht mehr seyn.„In wenigen Tagen werdet ihr in München und in„einem Monate sollt ihr in Wien seyn. Dort sollt„Ihr Eueren Feinden all jenen Schaden erwiedern,„den sie Euch in München zugefügt haben."

Diese, von dem baicrischen Kronprinzen denOffizieren übersetzte, von letzteren den gemeinen Soldatenmitgetheilte Rede war, ganz aus die Stimmung der gegenOesterreich außerordentlich erbitterten Gemüther berechnet,von entschiedener Wirkung. Aehnliche Aufforderungen zusiegreichem Kampfe geschah den würtembergischen Truppen.

Darauf besichtigte Napoleon , auf einer Anhöhevor Abensberg die österreichischen Stellungen, und befahldie Wegnahme des wichtigen vom Feinde nur schwachbesetzten Punctes Rohr. Alsbald wandte sich der Herzogvon Montcbello auf der großen Straße dahin, Van-damme mit den Würtembergern gegen Bruchhof, derKronprinz von Baiern gegen Offenstem», als Re-