Band 
Zweiter Band.
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gungen gegen Tirol begonnen, wo der Feldmarschall-Lieutenant Chasteler, mit tapferen und entschlossenenTruppen, und allgemeinem Ausstände des Gebirgsvolkeö,alle Vortheile benutzte, welche ihm die Natur des Landesin zahllosen Engpässen, Vergschluchtcn, Strömen undThal-Labyrinthen zur Vertheidigung darbot.

Der Herzog von Danzig verhehlte sich nicht, daßden stark befestigten Luegpaß von der Stirnseite anzugrei-fen, sehr gewagt sey. Er beschloß, diese Stellung um-gehen zu lassen. Also mußte die Brigade Stengel vonGolling hinweg gegen Radstadt ziehen, wodurch zugleicheinem andern Entwürfe Napoleon's begünstigend vor-gearbeitet werden konnte. Napoleon hatte nämlich dieAbsicht, auf eben jener Straße 40,000 Mann, sobaldsie verfügbar wären, vorrücken zu lassen, um allesfeindliche Kriegesvolk im Tirol gänzlich von der Unter-stützungs - Linie abzuschneiden.

General Stengel setzte sich also (in der Nacht vorn3ten zum 4ten Mai) mit einem Geschwader des istenDragoner - Regiments und dem 2ten Bataillon des Regi-mentes Kronprinz nach Abtenau in Bewegung. Erhatte Tages vorher den Obersten Zoller mit zwei Ba-taillonen vorangeschickt, der seinen beschwerlichen Zugdurch die vier Stunden langen Engwege der Scheffau ,und über den mir tiefem Schnee bedeckten Strubberg,ohne Artillerie machen mußte, und selbst den Schieß-bedarf des Fußvolkes nur in den Tornistern desselben fort-bringen lassen konnte. General Stengel nahm i Stundevon Abtenau, auf der gegen Annaberg liegenden Höheseine Stellung an der Straße nach Hüttau und Radstadt ,wo sie vor ihm Oberst Zoller inne gehabt hatte. Dieser