Gern hatte sich Napol eon auch noch des wichti-gen Punctes Prcsburg bemächtiget, weil derselbe deinErzherzog Carl theils zur Bedrohung des rechten Oouau-UferS, theils zur Stütze diente, im Fall die Oesierrei-6)er auf dem Marchfcld Unglück erleben sollten. Darumließ Napoleon den Vicckbnig Eugen und den Mar-schall Davon st vor dieser Stadt, und zwischen ihr undder Lobau, und in den Gebirgen vor Wolfsthal stehen,und endlich Presbnrg selbst zu wiederholten Malen (vomLüsten bis Lösten Juni) auf's Heftigste beschießen. Dieswar jedoch so fruchtlos, als ein mächtiger Ueberfall derInsel Au (NachtS vom Lysten bis Lösten Juni). Derfranzösische Kaiser nahm daher nach diesen vergeblichenVersuchen, die meisten Abtheilungen seines Heeres vonPresburg zurück zu seiner Hauptmacht. Von der Lobaunun wollt' er mit derselben aufbrechen.
Es war sieben Uhr Abends am Lösten Juni, alsauS den Schanzen der Insel ein furchtbares Geschützfenerdas linke Ufer des Stroms von allen österreichischen Vor-machten rein fegte. Folgendes Tages wurden die kleine-ren Eilande vor der Lobau mit c>6 Stück Geschützesbesetzt. Napoleon kam dann in der Lobau selbst an.
Erzherzog Carl erkannte die Bedeutung dieser ra-schen Bewegungen, und wählte sein Hauptgelagcr imneuen Wirthshause bei Raschdorf- Er zweifelte nicht,sein großer Gegner müsse und werde eine zweite Schlachtauf dem Marchfelde, dann aber schwerlich nur im eng-beschränkten Raume zwischen Aspern und Esliug, wagen.Er rüstete sich also, kräftig ihm begegnen zu können.Er ließ dem 6stcn Armee-Corps zwar die bisherigenStellungen bei ASpern , Esling, Stadt-Enzersdorf, mit