Band 
Zweiter Band.
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durch die verschiedenartigen Nachrichten, erbittert, nun plötz-lich alle Hoffnung auf Vergeltung so vieler Opfer, soviel treu geleisteter Dienste fahren lassen zn sollen, ge-schreckt durch die Aussicht, jetzt hülflos als Rebellen,an die gerechte Rache der Sieger hingeliefert zu seyn,wollte es daö Acusserste und Verzweifeltste wagen.

Die Lage des General Buol war allerdings bedenk-lich. Er fand sich durch seine Aufstellung bei Brirengewissermaßen vom Ausgange des PnsterthalS und vomGeneral Schmidt, der bei Sachsenburg stand, abge-schnitten. Dennoch gelang eS ihm endlich, durch einfestes Benehmen die drohende Gefahr abzuwenden, dieein naher, allgemeiner Volksaufstand den Oesterreichern,den bisherigen Vertheidigern Tirols, bereitete; es gelangihm, den größer» Theil der österreichischen Soldaten, derzur gänzlichen Zügellosigkeit übergegangen war, zurPflicht und Ordnung wieder zurück zu führen; ja eSgelang ihm sogar durch die klügsten und menschenfreund-lichsten Maßregeln die verbrecherischen Anschlage derrasenden Menge zu vernichten, und das Leben von 1,500Kriegsgefangenen, worunter g00 Baiern, den Händen derwilden, blutdürstigen Haufen zu entziehen.

Wir wollen aber in unserer Erzählung nicht vor-greifen, sondern auf das Corps des Herzogs von Dan-zig zurückblicken, der nun von Salzburg auS seine Be-wegungen gegen Tirol begann.

27.

Unterwerfung des nördlichen TirolS.

Salzburg und die Umgegend war mit Truppen an-gefüllt. Das siebente leichte Bataillon gieng (Listen Juli)