Band 
Zweiter Band.
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drohendem Stand auf eroberter Erde. *) Jeder Tag,an welchem fruchtlos über Frieden verhandelt ward,mußte dem österreichischen Staate verderbenschwer seyn.Das bewog auch den Kaiser Franz, alles zu thun, umeiue feindliche oder freundliche Entscheidung der Dingeso schnell, als möglich, herbeizuführen. Er sandte denFürsten Johann von L ichtenst ein mit ausgedehn-ten Vollmachten in's Hauptgelager Napoleon'S nachCchönbrunn, zum Unterhandeln.

Dies schien dem Scharfblick des Kaisers der Fran-zosen der angemessene Augenblick, die Unterwerfung desTiroler-Landes endlich ernst und mit hinreichenden Kräf-ten zu betreiben. Ergab Befehl, daß GcnerallieutenantWrede, mit dem grdßern Theil seiner Truppen, vonLinz und Passau nach Salzburg aufbrechen sollte. Dannübergab er, an des Herzogs von Danzig Stelle, wel-chen er zu sich nach Wien berief (8ten Dctober), dem

*) Das Corps des Marschalls Davvust hatte den östliche»Theil von Mähren, — das des Marschalls Massen»den westlichen Theil genannter Provinz; — das Corpsdes Herzogs von Danzig (die Baiern ) Ober-Oesterreichund Salzburg, Generallieutenant Wrede Linz und Pas-sau , — die italienische Armee unter dem Vice-König,Prinzen Eugen, das Littorale, Kram, Kärnthen, Steyer-mark, und den in französischen Händen gebliebenen TheilUngarns besetzt; — das Corps Macdonald's bewachtedie umliegende Gegend von Grätz; die Corps Oudinokund Marmont hattea sich gegen die March in Bewegunggesetzt; General Regaier schützte, sein Hauptquartierzu Presburg, mit den Sachsen, den links der Donau liegenden Theil von llngarn, während die französischen Leibwachen und die kiniglich würtembergischen TruppenWien und das kaiserliche Hauptquartier deckten.

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