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Zweiter Band.
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Rienz, um auf dem linken Ufer des FlusseS die Höhen,gerade über und hinter der Klause, zu ersteigen. Unter-dessen räumten die Sappeurö den Verhau der Straßeauf, und bewirkten damit, daß zwei Haubitzen und vierDreipfünder auf einer kleinen, das Fort etwas beherr-schenden Anhöhe, Stellung nehmen konnten. Rückwärtsstand die Brigade Vertoletti staffelweise.

Das Feuer gegen einander begann sogleich. Nacheiner Stunde brachte das französische Geschütz Unordnungin die Besatzung der Beste. Jetzt zeigten sich die Schü-tzen des italienischen Regimentes auf den Höhen deslinken Rienz-UferS. Weil man hinter dem Fort einebeträchtliche Colonne Insurgenten bemerkte, ließ GeneralRusca, der schon eine Wunde trug, zwei Bataillonedes französischen Linien-Regimentes aus dem Gehölzdie Klause selbst umgehen. Vertoletti mußte einigeCompagnien links schicken, um, gedeckt durch eine Mauer,in den Graben zu dyngen. Ein paar Bataillone liefenzugleich Sturm gegen das Trommelwerk vor der Brücke,und erstiegen es, trotz des Feuers aus dem Kleingewebrund den drei Kanonen des Forts. Aber das Thor, wohl-verrammelt, widerstand allen Versuchen, es zu öffnen.Inzwischen hatten die abgeschickten VoltigeurS die Bergerechts der Klause erklettert, und bedroheten den Rückendes Feindes; auch die zwei Kanonen der Insurgentendort wurden durch ein ausgesandtes Bataillon erobert.Nun verließen die Tiroler, fast 4000 Mann stark, undihre Anführer, Kolb, der Muhr-Wirth, Kofi er,Miland, der Schabser-Wirth und Kemnater,eilfertig Geschütz und Stellung. Sie flohen , theils gegenSterzing , die Ladltschcr-Brücke abbrechend, theils gegenClausen, durch Briren ziehend. General Rusca vcr., folgte