Band 
Vierter Band.
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abzuwerfen. Allgemeine Unzufriedenheit über immer hö-here Auflagen, über erneuerte Aushebungen zum Kriegs-dienst, herrschte in allen Theilen Italiens. In Deutsch-land au den Ufern des Rheines, der Weser und Elbe ,vorzüglich im Königreiche Westphalen, bedurfte eS nureines Hauches, das glimmende Feuer der Erbitterung unddes Hasses gegen Napoleons Herrschaft zu lichte»Flammen anzufachen. Das unglückliche Sachsen seufzteunter der Last des schrecklichsten Ungemaches, und ver-hehlte kaum den tiefen Groll gegen das seinem Königeabgezwungene Bündniß mit Frankreich .

Napoleons Blick war zu hell, um nicht das Ge-fahrvolle der ihn umringenden Verhältnisse zu übersehen,aber der Stolz seines Selbstgefühls zu stark, um davorzu erschrecken. In den Gewittern der Schlachten undVerschwörungen hatte er die Furcht verlernt. Im Ge-fühl , daß Frankreich durch ihn im Innern reicher undblühender, von Außen gewaltiger geworden sey, als esseit Jahrhunderten gewesen, konnt' und wollt' er seinemReiche und seiner eigenen Würde nichts vergeben, ohnesich selbst der Verachtung der Nachwelt und der Schaden-freude der Zeitgenossen auszuliefern. Zögling einer gro-ßen Revolution, hatte ihn auf den Thron der Casarendie öffentliche Meinung erhoben; und glücklicher, alsCäsar, schämte er sich, nur ein Monk zu seyn. DasGlück konnte von ihm, aber er nicht selber von sich ab-fallen. Au der Höhe von Glanz und Herrschaft, die ererstiegen hatte, war er unter den Anstrengungen gegenEnglands Unversöhnbarkeit gelangt. Auch galt in seinemBewußtseyn jeder Krieg auf dem Festlande nicht als einKrieg gegen diesen oder jenen Staat Europens, sondernals Vertheidigungskampf gegen Großbritannien .

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