— 16z
neral Tauenzien aber war mit seinem Großtheil vottDahme bis Oehna vorgerückt. General Bülow stand beiMarzahnc, und ein Theil seiner Macht auf den Krop-stadter Höhen, zur Unterstützung des Generals Bor-stet; Genera! Winzingerode mit seinen Russen beiHohen-Werbig; die Schweden zwischen Raaten, Rö-digke und in den vorliegenden Dörfern; der GroßtheildeS Generals Hirsch selb bei Velzig.
So war das französische Heer unter Ondi »o tgleichsam unter den Kanonen der Festung Wittenberg ein-gebannt worden und vom Nordheere der Verbündetenumzingelt. Der Oberbefehlshaber von diesem war schonentschlossen auf das linke Elb - Ufer überzugehen. Erschickte wirklich eine starke Abtheilung nach Roßlau , umseinen Uebergang durch das Schlagen einer Brücke vor-zubereiten. Da erschien Marschall Netz bei Wittenberg und kündigte sich, (in einem Tagesbefehl vom/«teil Sep-tember Morgens 4 Uhr) als Oberbefehlshaber des Hee-res an, sowie daß Marschall Oudinot in sein Ver-hältniß als Anführer des 12ten Heertheils Zurücktrete.Napoleon hatte nemlich mit Sehnsucht auf Einnahmeder Stadt Berlin gehofft, und war unzufrieden überOu-dinots Zögern. Er sandte daher den neuen Feldherrnmit bestimmtem Befehle, daß er zu jedem Preise dieAufgabe löse, die Hauptstadt Preußens zu besetzen.
Noch an demselben Tag machte General DobschützVersuch, die Vormächten des Generals Berte and ausihrer Stellung zu werfen. Er mußte aber nach lebhaf-tem Gefecht und einigen Verlust, verfolgt bis Wolfers-dorf zurückflüchteu, bei welcher Gelegenheit sich wiederdas sehr geschwächte bayerische Chevaurlegers-Regimenthervorthat. General Tauenzien rückte mit 15 Ba-ll *