367
9 - Schreiben deS Grafen Wrede an den Fürsten Schwar-zenberg, aus Hanau vom 29. Oktober, welches abermalsdarthut, Graf Wrede hatte die Meldungen empfangen,der Großtheil des feindlichen HeereS ziehe gen Wezlar.
An Sr. Durchlaucht den Fürsten Schwarzen berg.Hanau den 29. October isiZ.
Ich beeile mich Euer Durchlaucht die heute aufgefangen wor-denen s«hr interessanten feindlichen Depeschen zu übersenden. SieLesern nebst mehreren politischen Nachrichten, sehr bestimmteDetails, über den Zustand der französischen Grenzfestungen. —Gestern Abend kam es bei Dettingen zu einem Vorposten-We-ichte zwischen dem Feinde, nämlich einer feindlichen Colonne,welche eiligst nach Frankfurt ziehen wollte, und dem iten und?ten Chevaurlegers - Regiment. Das Resultat war, daß einigekapern geblieben, der Rittmeister Prinz Waldeck des iten Che-vauxlegerz - Regimentes schwer verwundet ward; dagegen wur-den 1,200 gefangene Franzosen eingebracht. Heute ward einestarke feindliche Colonne von über hundert Officieren, -,000dlann, zwei Kanonen, ein Montur- und Bagage-Park er-obert. — Der russische General Czernitscheff, so wieder k.k.Oberstdiengsdorf haben sich schon heute mit mir vereiniget. Sie wer-den , da eine starke feindliche Colonne in Anmarsch ist, morgen""d die folgenden Lage bei mir bleiben. Meine Cavallerie hatstch dadurch beträchtlich verstärkt. — Es scheint immer mehr»eine, und zwar die stärkste feindliche Colonne, sich2 °Sen Wezlar gewendet hat. Ich detaschire morgendahin. Officier von Euer Durchlaucht schönem und bra-
Uhlanen - Regiment, ist ebenfalls heute verwundet worden»ist mir dessen Namen bis jetzt unbekannt.
Unterzeichnet: Wrede.