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Natürlich, daß unter solchen Verhältnissen diefortwährende Vervollkommnung des Heers Ge-genstand der höchsten Aufmerksamkeit seiner Kriegs-herrn sein mußte. In dieser Hinsicht geschah dennauch unter jeder Regierung sehr viel GuteS, jedochimmer nur in einer Richtung, wie sie einmal durchdie von der Politik gebotene vorausgesetzte Noth-wendigkeit zur Unterhaltung eines großen stellen-den Heers, und wegen der Anforderung derdamaligen Taktik an einen möglichst vollkommnenMechanismus, gegeben war.
Im Gefolge der zur Erreichung beider Zweckeangenommenen Einrichtungen erzeugten sich aberGebrechen und Mißbrauche, welche nach und nachdie moralische Beschaffenheit des Heers untergru-ben, seinen kräftigen, ächt kriegerischen vaterlän-dischen Geist schwächten, und es den übrigenbürgerlichen Verhältnissen, so wie seiner wahrenBestimmung entfremdeten.
Denn nicht unvergessen kann und darf esbleiben, wie sehr diese Bestimmung und der Werthdes Kriegers herabgesetzt wurde»; i) durch diedem Kantonwesen zum Grunde liegenden Aus-schließungen, welche den Dienst im stehenden Heerder niedrigsten und ärmsten Volksklasse zuwalztcn;2 ) durch das schon an sich kostspielige Werbe-System, wodurch das Heer zum Aufenthalt einerAnzahl von Vagabonden ohne Ehre und Vater-land, und 3) in Verbindung mit dem Prügelwcsenzu einer allgemeinen Korrektions-Anstalt gemacht,