Buch 
Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
Entstehung
Seite
12
JPEG-Download
 

12

Fußvolk ober 1000M., unter den Hauptleuten C a l-chun gen. Lohhausen, und Conrad v. BurgS-dvrf, der Stamm des jetzigen ältesten Infanterie-Regiments des Heers, nämlich deö isten Infan-terie-Regiments (iste Ostpreußische) während der1619 Regierung des Kurfürsten George Wilhelm.

Bildung des Heeres durch ein Aufgebot, vonwelchem 3 ooo Mann oder 2Z Kompagnien Fußvolknebst ic» Schwadronen oder 600 Reiter unter meh-1623 reren Kriegsobersten beständig im Sold blieben ').

Erbauung von Pillau (durch Gustav Adolph König von Schweden) und Befestigung von Kö­ nigsberg unter Leitung des Grafen Dohna von

1626 dem Mathematiker Strauß.

Bestand der Artillerie aus 40 Köpfen und we-

1627 nigcn Geschützen^).

i 63 i Gleichförmige Einkleidung desHeeres in Blau ^).

Anstellung deö ersten Brandenburgischen Ge-nerals, General-Major v. Klitzing, vorher in1637 Sächsischen Diensten.

Vollendung der Befestigungen von Spandau (seit i 56 o zur Festung gemacht) durch den Kriegs-;639 baumeisie, Hauptmann Hidde Hörenken.

Stärke des Heeres bei George Wilhelms1640 Tode: 4000 Mann Fußvolk und 2000 Reiter').

*) Dies war damals noch etwas Unerhörtes. Die Drandep-burgischen Truppen erhielten deshalb allgemein den silamenBlauracke, namentlich anch von den Türken, von denensie aber auch späterhin, besonders seit der Belagerung»on Ofen, wegen ihres schneller als gewöhnlichen Feuers,durch die Benennung Fc-nermänncc unterschieden wurden.