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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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DieUnter-Officirer und Gemeinde sind gut berit-ten, außerhalb einigen wenigen unberittenen, vorwelche die Ofsicirers die Pferde anzuschaffen bemühetseyn werden. Sonst sind die Pferde alle in denenbesten Jahren, und viele schöne und kostbahre Pferde,doch immer bey einer Compagnie mehr als der an-dern darunter. Theils der Unter-Officirer und Ge-meinen haben Ihre Pferde selbst gekaufft, oder sindbey dem Einkaufs zugegen gewesen, oder haben dochsonst gute Wißcnschafft darum."

Die Bekleidung der Infanterie war in dieser Pe-riode noch eben so zweckmäßig und vollkommen alsfrüher. Noch gehörten dazu die Mantel, welche beigutem Wetter lose zusammengewickelt über die Schul-ter getragen wurden. Hatte man im Felde geradekeine Zelter bei sich so wurden Hütten erbaut undmit den Manteln der Kameradschaft so dicht bedeckt,daß sie vollkommenen Schutz gegen jede Witterunggewäbrten. Nur die nach Italien marschircndenTruppen erhielten, statt der Mantel, Ueberrbcke ( ur-rout 8 ) und eben so die Unteroffiziere. Diese führtenauch schon die noch in den neuesten Zeiten gebräuch-lichen Kurzgewchre.

Die ganze Uniform dcö Infanteristen bestand inr Mantel, i Rock, i Weste, 2 Hemden, r paarHosen von Kalbfell, 1 paar wollene und i paar lei-newanden Strünipfe, L paar Socken, i paar Knie-schnallcn und Gürtel, l paar gute breite Schuh mitdoppelten Sohlen, i paar starke Schnhschnallen,1 mit einer Schnur eingefaßter Hut, woran eineKrempe in die Höhe geschlagen war, die andere aberherunter hing. Ferner l schwarz flvrncs Halstuch,welches zweimal um den Hals ging, r paar Hand-