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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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der andern Waffen vertraut, noch waren diese es mitder ihrigen. Mangel an gegenseitigem Zutraue» wardie Folge davon. Die Zeit der Ausbildung der ver-schiedenen Waffen zu gemeinschaftlichem Wirken warnoch nicht gekommen. Ueber die Gefechtslchre derArtillerie waren die Artilleristen damals selbst nochnicht einig. Die Artillerie auf die höchsten Hohenzu schleppen, das war der hochgefcicrte Grundsatzdem einer den andern nachleierte, ohne sich viel umdas Wie und das Warum zu kümmern.

Endlich brach die Morgenröthe der PreußischenArtillerie an. Es war einem Prinzen aus dem er-lauchten Kbnigshause mit seltnen Eigenschaften aus-gerüstet, vorbehalten, ihre Wiedergeburt zu begrün-den, sie empor zu heben, und aus dem Dunkel andas Licht treten zu lassen; sie niit den übrigen Waf-fen des HeerS innig zu verschmelzen, und auf dieStufe von Vollkommenheit zu führen, auf der wirsie heute sehen.

Dem Prinzen August von Preußen gelangeS, im steten Einklang mit dem zu früh verblichenenweisen Scharrn horst, und unterstützt von den thä-tigsten und einsichtsvollsten Männern der Artillerie,deren Namen die Geschichte mit Hochachtung nen-nen wird, ihr die verwitterte Schaale abzustreifen,um aus dem reichhaltigen Kerne einen kühnenBaum zu erschaffen, der eine Lust und Freude ist,für den Kbnig und das Heer.

Bereits im vorigen Zusatz ist der Organisationder Artillerie im Allgemeinen Erwähnung geschehen;mehrere andere darauf Bezug habende Einrichtungen,und Gegenstände, welche die Fortschritte der Waffe

zur