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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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456
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14) Das Nähren der Gefechte, und der Gebrauchgroßer Reserve» zur Entscheidung des Siegs.

1 5 ) Der allgemein in der Theorie der Schlachtenaufgenommene Grundsatz der grünslichen Be-nutzung des Sieges durch das Verfvlgungs-System.

16) Die vermehrte Ausbildung des Vorposten-Sy-stems in Verbindung mit dem Gebrauch derAvantgarde.

17) Die engere Einschließung und der aus gerin-gerer Entfernung geführte regelmäßige Angrifffester Platze.

Die 'lngrisfsmittcl gewannen seit Bau bau undCsehorn Uebcrlcgenheit über die der Vertheidigungungeachtet der verbesserten Befestigungs-Systeme vonMontalcmbert und Corinon taigne. Indessenweist die Geschichte der Belagerungskriege aus derfrühern Zeit wenig erhebliche Momente für daSPreußische Heer nach. Die Belagerung von Oll-?rnütz zeichnete sich durch ihre Fehler aus, die vonSctiweidnitz dagegen durch den Minenkrieg, und durchdie Beharrlichkeit mit welcher sie geführt wurde, diewon Warschau durch das Mißverhältniß derAngriffs-uud Vcrtheidigungskräfte, die von Mainz nur durcheinen solchen Aufwand von Kunst und Mitteln, daßsie wie Schweidnitz studirt zu werden verdiente, undin gewisser Hinsicht als Lehre und Norm angesehenward. Die langwierigen Belagerungen in den Feld-zügen von i 8 l 3 und 181g, wie namentlich die An-griffe auf Küstrin , Glogau und Stettin , geben wenigAusbeute für die Kunst, und gleichen mehr auf denAusgang der allgemeinen Begebenheiten berechnetenEi, »schließ»"^"/ als eigentliche» Belagerungen. Gleich-