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Abhandlung über Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehrs / von S. F. Seydell
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Erster Abschnitt.

Schraube hat eine Verlängerung, die Nase, durchwelche die Kreuzschraube geht, die den Lauf haupt-sächlich im Schafte befestigt. Hinten am Pulverfacke,eine Linie unter der innern Flache der Schwanzschraube,wird das Zündloch eingebohrt, welches an den Muske-ten-Läufen ausgesenkt,das heißt: konisch von innennach außen gebohrt ist. Die Seiten des Laufes nenneneinige Schriftsteller die Wände des Laufes; dieobere oder untere,« rechte oder linke Wand des Laufes,heißt also eben so viel, als die obere oder untere, rech-te oder linke Seite des Laufes.

Außerhalb an dem Laufe befinden sich: die Haf-ten, einer dient zur Haltung des Bajonets, die übri-gen zur Befestigung des Laufs im Schafte.

Um den Lauf nach einem gegebenen Punkte schnellIn Richtung zu bringen, wird auf denselben, Korn undVisir *) gesetzt, jenes ist von Messing, dieses von Ei-sen und bei Musketen Gewöhnlich nicht angebracht, indessen Stelle wird blos ein Einschnitt auf der Schjvanz-schraube eingefeilt.

Kaliber.

§. 2 .

Während der Zeit, daß mir die Leitung der hiesi-gen Gewehr-Reparatur anvertraut war, hatte ich Ge-legenheit die von den Schlachtfeldern gesammelten undzur Reparatur eingebrachten Musketen von verschiedenenArmeen Europäischer Staaten in Hinsicht des Kaliberszu untersuchen; ich fand z. B. den Kaliber einer altenEnglischen Muskete 0,79 ukd einer neuern 0,74 Zoll;

Man sehe §. 57.