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Abhandlung über Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehrs / von S. F. Seydell
Entstehung
Seite
45
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Pcopsttionirmig der Gewehrläufe. 45,

baß die Zündung der Ladung mehr von hinten als vonder Seite geschieht, wodurch wahrscheinlich bey starkerLadung, ein Druck des Gewehrs seitwärts, also ausder NichtungsUnie vermieden wird. Einige Büchsenma-cher wollen behaupten, daß das Zündloch an der Seitedes Laufes angebracht, einen merklichen Stoß auf dieentgegengesetzte Seite verursache.

Haften.

-§. 36.

Ein Haft besteht aus dem Lappen und derOese;der Lappen ist ein Stück flaches Eiftn, womit der Haftam Laufe befestigt wird, die Oefe steht auf demselben;der Bajonethaft hat keine Oefe, sondern in deren Stelleblos eine vierkantige Erhöhung.

Der Bajonethaft dient zur Haltung des Bajonetöauf dem Laufe; es wird nämlich das Bajonet entwedervermittelst Einschnitte unter rechten Winkeln um diesenHaft auf den Lauf gedreht, oder vermittelst einer Federund einem ganz geraden Einschnitte aufgefetzt, und vondem Hafte gehalten, so daß man dasselbe nicht leichtabbrechen und abziehn kann.

Der Bajonethaft muß stark seyn, weil er den Stö-ßen und Rücken, welchen das Bajonet im Gebrauch un-terworfen ist, widersteh« muß; man macht ihn etwa4 Zoll lang, und K Zoll hoch und dick.

An der Mündung, wo man den Bajonethaft ansetzt,hat der Lauf nur eine geringe Eisendicke, es darf daherder Lappen des Hafts nicht sehr dick seyn, weil in die-sem Falle der -Einschnitt in den Lauf tief gemacht, mit-hin dadurch geschwächt werden müßte. Damit aber derHaft des flachen Einschnittes ungeachtet', die benöthigteFestigkeit erhält, so wird derselbe mit Messing aufgelöthet.