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Proportionimng der Gewehrläufe.
§. ?i-
Wie auch die Züge beschaffen seyn mögen, so kannman doch ganz sicher behaupten, baß,' wenn die Kugelbeym Laden merklich ihre runde Gestalt versiert, dieEinrichtung der Züge nicht vorrheilhaft sey. Bezeichnetj. B. Fig. 6. L v Ll? ein Stück Büchsenlauf, in wel-ches die Kugel mit großer Gewalt getrieben wurde; sowird sie zwar unten bey die Form der Kugel be-halten, an den Seiten aber bildet sie einen Cylinder,und oben wird sie von dem ausgehölten Ladestock dieRundung ^ L nebst den Vorstanden l und k erhalten.Daß bey dieser Form der Kugel der Widerstand derLuft auf die vordere Seite sehr nachtheilig wirken, undalso die Schußlinie verkürzen muß, ist leicht einzusehn.Ferner wird durch diesen Umstand die Kugel von demWiderstände der Luft noch leicht zu einer Drehung umdie Achse I. lVI gebracht, wodurch wiederum die Verkür-zung der Schußweite, vornehmlich aber ein ungewissexSchuß erhalten wird.
§. ? 2 .
Es sey Fig. 7. v L k die Mündung eines Büchsen-laufes mit 4 Zügen, an welchem das vorstehende Eisen6 gleich der Breite des Zuges ^ l u. s. w. ist.Nimmt man I. X. — o,Z2 oder L IVI --- 0,64 — demDurchmesser der zweylöthigen Kugel, so ist davon diePeripherie 3,14. 0,64 —2,0096. Von dieser Periphe-rie enthalt O ^ den achten Theil — 0,2512;
folglich ist «.sr — ^ — 0,1256. Nimmt man nunan, daß der Durchmesser der Kugel etwa 0,04 Vorstandam größten Kreise giebt, so ist, wenn k L N 6 den größ-ten Kreis der Kugel bezeichnet, L N der Durchmesserderselben, und U.L — lVIN der Vorstand — 0,03. Fer-ner bezeichne Fig. 8. den Durchschnitt desselben Laufes