4o Belagerung
Zutraulichkeit ging so weit, daß sie öfters mit unsernVorposten plauderten, und sogar dadurch die Aufnahmedes Terrains sehr erleichterten; jedoch ward diese Ge-meinschaft bald, von französischer Seite, verboten.
Ihre Ruhe auf dieser Seite nun zu benutzen, wagtees ber Oberst von Ploosen an eine schon fertige, rechtsan der Schanze belegene Brustwehr hinan zu gehen,die, auf der Crete der Anhöhe liegend, den ganzen Abhangbis an der Stadt beherrschte. — Dort befanden sicheine Menge Pallisaden und bereits geschnittener Latten,deren wir zu den Zngenieur-Arbeitcn sehr bedurften;es ward daher Befehl ertheilt, in der Nacht das da-von Anwendware wegzuschaffen. Es geschah vorn 4tenzum 5ten, und obgleich wir nur höchstens 3oo Schrittvon der Schanze, und ganz frei da standen, gab esder Feind ruhig zu.
Der Oberst folgerte daraus, daß, trotz der vielenArbeit, in der Redoute kein Geschütz sey, und schlugvor, die oben erwähnte Brustwehr anzuwenden; stesollte nemlich von der Graben- oder- äußeren Seite ausverstärkt, (da sie an sich nur 8 bis io Fuß stark war)und der Graben ausgefüllt werden, um dort eine Bat-terie anzulegen, die, mit Vierundzwanzigpföndern beseht,die Angriffsfront rikoschettiren, und dann in die Bastionde Fallaise Bresche legen konnte. — Das umherlie-gende Bauholz sollte zu einer Holztraverse gegen dieSchanze dienen. — Um den Feind nicht zu necken,ward diese Arbeit nur bei Nacht gemacht, mit Tages-anbruch aber verlassen,. Einige alte Redvuten d»ö La-gers dienten zu einer Communication, die von der Stadtaus nur an einigen Stellen enfilirt war.