Seine Königliche Hoheit beehrten den Obersten vonPloosen, seit er der Ehre Ihrer nähern Bekanntschaftgenoß, mit einem großen Vertrauen.-— Nicht also, an-fänglich , theils der Generalstab, theils die Ingenieur-Brigade selbst. — Das Neue findet immer bei Theore-tikern, wenn es nicht auseinander gesetzt und debattirtwerden kann, wozu hier wohl keine Zeit war, schwerEingang, und Theoretiker waren wir besonders alle! —Die, wie man glaubte, unvorsichtigen Angriffe des Ober-sten, wurden mit Daubans und CormontaignesGrundsätzen verglichen, und da sie alle abwichen für sehrgewagt erklärt. — Seine auf Erfahrung gegründeten,sicheren Angaben, zu deren vorläufigem Entwurf vor demPlatze er mehrmals sein Leben wagte, wurden von dem Ein-zelnen ängstlich und nie ganz befolgt; ein Zeder modelte siemehr oder weniger um. Sie verloren dadurch an Wirk-samkeit, erreichten nie vollkommen, wie es geschehen wäreden Zweck, und wurden eben dadurch öfters gefährlich.
Jetzt wir es freilich nicht mehr so, man sah augen-scheinlich die begangenen Fehler ein, und fühlte, daßAlles vorausgesehen. Alles berechnet, daß nichts in seinenangerathenen Maaßregeln schwankend war; ein jeder unteruns ahnte, daß vorzüglich im Delagerungskriege 25 Feld-züge nicht durch CabinctS-Studien ersetzt werden können.
Der Oberst kannte den vor sich habenden Feind,hatte früher mit ihm vertheidigt (Bitsch, Man tu a u.s. w.) mit ihm angegriffen (Mantua, Saragossa ,Tortosa, Sagunt, Valencia u. s. w.) mit ihm ge-siegt