84 Belagerung
sah uns der Feind plötzlich in seiner Nähe, t\' war stel-lenweise im Klringewehrfeuer, seine Artillerie ward da*durch bald, auch hinter Scharten, unbrauchbar; wirerscheinen fast überall mit Batterien, und beängstigtenihn auf alle Art; jeder Augenblick zeigte ihm neue Er-scheinungen. — Sollte dies, zusammengenommen, nichtmächtig auf Jemanden wirken, den seine Lage schonängstlich macht?
Kann Man nicht gewiß behaupten, daß die Verthei-digung gegen uns immer nur schwach bleiben mußte;da lue ältern Angriffsarten hingegen dazu geeignet sind,den Feind mit der Idee, daß er, sich vertheidigt, vertrautund mithin hartnäckiger zu machen?
Wenn ältere Grundsätze, auf melche man gewiß imPlatze gefaßt war, beim Angriff befolgt worden wären,so ist es wahrscheinlich, daß die Besatzung sich allmäligan die Gefahren und Mühseligkeiten der Belagerung ge-wohnt hätte, und daß man vielleicht mit vielem Blut-verlust, erst nach verbrauchter Munition und ausgeleer-ten Magazinen, ihr dieselben Bedingungen hätte zugeste-hen -müssen, um ihrer nur los zu werden.
sehen, als wenn dieselbe hernach unter demfeindlichen Feuer geschehen muß.c) Macht dieser nahe und schnelle Angriff einenstarken Eindruck aüf das Gemüth des Belager-ten, besonders bei einer Nation, welche, wiedie Franzosen , eine lebhafte Einbildungskraft und«inen wankelmüthigcn Karakter hat.
Anin. S. K. H,