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Beitrag zur Geschichte des Festunsgkrieges in Frankreich im Jahre 1815, oder Tagebuch eines Ingenieur-Officiers über die Belagerungen von Maubeuge, Landrecies, Marienbourg, Philippeville, Rocroy, Givet und Charlemont durch das von ... August von Preussen befehligte Armeecorps / von L. Blesson
Entstehung
Seite
91
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von Landrecîes. g3

der umliegenden Gegend/ theils aus Maubeuge nachLandrecies transportirt. *)

So fand die Zngenieur-Drigade das Blokade-Corpsals sie am röten Zuli Abends dort anlangte. Den Tagnach der Ankunft in Maroilles, ward der Platzrnit Tagesanbruch rekvgnoscirt. Die vortrefliche Ein-fchließung und die Ausstellung der Vorposten, bei wel-cher der General'-Major (jetzt General -Lieutenant) vonKraft, das Terrain auf das Genaueste benutzt hatte,erlaubte fast von allen Seiten, an den Platz ganznahe hinan zu gehen und sich in einem BüchsenschußEntfernung vor demselben zu bewegen.

Landrecies, in militairifcher Hinsicht durch feineöfteren Unfälle und das häufig davor vergoßne Blut, be-rühmt, ist eine kleine ungefähr 2000 Einwohner fastendeStadt, unregelmäßig gebaut, vom Chevalier de Villebefestiget, und durch Vauban verbessert. Die Mauernsind mit der größten Sorgfalt, von Ziegeln, aufgeführt;die Fugen nach holländischer Art gut verstrichen und mitOehl eingebrannt, (was dek Franzose rsjolntvier nennt)und befanden sich, so wie der bedeckte Weg, im bestenZustande. Sie liegt an der hier schwachen Sambre,welche die Festungswerke in zwei Theile theilt, dieStadt am rechten Ufer und der Brückenkopf, ein Horn-werk, am linken; das Glacis war durchgängig mit Kie-fern bepflanzt. Auf dem rechten Ufer vor der Stadt isteine vorliegende Lunette, welche jedoch verlassen war.Die nach dieser Seite befindlichen Bollwerke, sind mit

') Votij des Herrn Obersten von Roehl.