.102 Belagerung
schreiben muß, um aus demselben zu kommen und dasGeschütz treffen zu können. Liegen die Werke übrigensgut gegen einander, so ist auch nicht daran zu denken,daß sich ein Schütze ohne weiteres hinter einem an 6 Fußim Umfange messenden Baume verstecke; und zu dieserStärke wird man wohl keine Pflanzung konimen lassen,da sie, -wie jeder andere Wald, dann und wann ausge-holzt werden muß.
Die Kiefer wächst zwar bei uns ziemlich schnell;sollte sich jedoch die Virginische Pappel (koxulns virgi-niae) in unserem Klima, wie eö scheint, ansiedeln las-sen, so wäre es unstreitig der beste Baum zu dieser Be-stimmung, weil 12 bis i4 Zahre hinreichen, ihm 4o bis45 Fuß Höhe bei i Fuß Durchmesser zu verschaffen.DerStamch ist eben so schlank/als jener der Kiefer, dieWurzeln greifen tief und weit um sich, das Holz trock-net in kurzer Zeit und ist also schnell zu Brennholz an-wendbar, die Aeste geben endlich ein gutes Reisig zuFlechtarbeiten. — Will man es daher noch als einenVortheil dieser Holzart ansehen, daß ihre schwammigeTextur sie sehr zähe macht, und das Durchhauen ganzungemein erschwert; so wird man es um so mehr derMühe werth finden, Versuche wegen ihres Fortkommensunter unserm kälteren Himmel und in dem trocknen Bo-den der Mark anzustellen, mit welchem jede Glacisanschüt-tung Ähnlichkeit hat. »
Landrecies bot also eine unerwartete Schwierig-keit dar, die jedoch nicht die einzige war. — Die Wällehatten ein Vertrauen einflößendes Ansehen. Der Com-mandant, ein Oberst Plaige, Napoleon ergeben, wardurch den Chef der Truppen, einen Major Bouché,