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Beitrag zur Geschichte des Festunsgkrieges in Frankreich im Jahre 1815, oder Tagebuch eines Ingenieur-Officiers über die Belagerungen von Maubeuge, Landrecies, Marienbourg, Philippeville, Rocroy, Givet und Charlemont durch das von ... August von Preussen befehligte Armeecorps / von L. Blesson
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151
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von Phîlippeville.

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den, daß er nicht deutlich unterscheiden und such nichtweiter forschen wird. Die mindeste Bewegung, das ge-ringste Geräusch ist aber in solcher Lage gefährlich undgehörige Kaltblütigkeit das beste Schutzmittel. Es istuns einigemal gelungen, Patrouillen an uns vorüberge-hen zu lassen.

Schwieriger ist das Rckognoscircn, für den Znge-nieur-Offi:ier, wenn er bejm ersten Versuche entdeckt,daß der Feind Vorposten außerhalb des bedeckten Wegesaufgestellt hat; obgleich Verfasser diesen Fall nicht erlebte,wird er doch aus der Erfahrung des Obersten v. Pl oosenniederschreiben, was zur Erleichterung nothwendig ist.

Alles kömmt nemlich darauf an, den Angriffspunktnicht zu verrathen. Daher müssen, wenn Vorpostengrade auf denselben herausgeschoben, was sich wohl ver-muthen läßt, selbige einige Abende hinter einander ringsum dieFestung zurück getrieben werden, (und zwar gegen dieeinfallende Abenddämmerung), dagegen aber einige Schein-rekognoseirungen auf einem andern Punkte, wo ebenfallsVorposten sind, noch vor der Dämmerung gemacht, umdem Feinde dadurch wo möglich den Gedanken aufzudrin-gen, man wolle auf diesem Punkte angreifen. Dasbestimmte Terrain untersucht man sodann mit den, dieVorposten zurücktreibenden Truppen, und nimmt es ingenauen Augenschein. Man hält hierauf wo möglichden Feind ab, bis am Morgen wieder vorzudringen, wo-durch er daran gewöhnt wird und man in der Folge beider Eröffnung um so sicherer ist. Hat der Feiud Vor-posten nur auf den wichtigsten Punkt vorgeschoben, oderwollen die eben angeführten Mittel nicht einschlagen, sowird es nothwendig, eine Linie zur Täuschung auf der