i66 Belagerung
nach Vache-Fontaine gekehrt ist, Anzugreifen, weil mandort in der Entfernung eine Art Bresche erblickte, die,besonders weil die Bastion einen Cavalier hat, leichtzu erweitern war. — Wahrscheinlich hätte diese einennächtlichen Ueberfall begünstiget; mit regelmäßigeu Ar-beiten ist aber dort hinauf, abgesehen daß das Thalvon Iamaigne ganz ungemein naß war, ein sehr stei-les Glacis zu erklimmen. Seine Königliche Hoheithatten sich selbst von allen diesen Umständen über--zeugt, und beschlossen daher, die nach Neufville hin-gekehrte Bastion, mit den ersten Linien einzuschließen,wünschten aber durch die Verlängerung der letzteren auchdorthin den Angriff in der Folge, wenn hier zu vielSchwierigkeiten obwalten sollten, leiten zu können. —Es waren also Untersuchungen auf diese beiden Angriffs-punkte erforderlich, die deshalb besonders langwierigwurden, weil der Oberst von Ploosen die Muthma-ßung hatte, daß man vielleicht durch den Angriff aufdie spitze Bastion von Turenne, der Vorstadt Vau»dess« gegenüber, noch leichter zum Ziele kommen würde;deshalb dir dortige Umgebung dreimal genau durchsuchteund endlich davon abging, weil das Terrain sehr naßwar und diese Wiese dicht auf Felsen, nah am Glacis»aufliegt./
Am ’jtm nun, waren sämmtliche Vorarbeiten been-diget, und es konnte den Abend, in Gegenwart des Com-mandirenden, zur Eröffnung der Laufgräben geschrittenwerden.
Der Oberst von Ploosen übernahm es, die Pa-rallele selbst zu traciren; auf einem Terrain, das er undsein Adjudant am vorigen Tage überall angebohrt hatten,und das nur 265 Schritt vem bedeckten Wege entfernt