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Beitrag zur Geschichte des Festunsgkrieges in Frankreich im Jahre 1815, oder Tagebuch eines Ingenieur-Officiers über die Belagerungen von Maubeuge, Landrecies, Marienbourg, Philippeville, Rocroy, Givet und Charlemont durch das von ... August von Preussen befehligte Armeecorps / von L. Blesson
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170
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172 Belagerung

erschweren; die Geschütze des Walles aber zu beschäfti-gen, und das Feuer von den Arbeiten abzuleiten. --Man könnte sie daher Sicherheit- oder Schutz- amrichtigsten aber wohl Flanken - Batterien nennen, weil siedie Parallele flankiren sollen. Sie wurden, wenn eSanging, in die Verlängerung der Angriffsfronten oder indie Verlängerung der Facen der angegriffenen Bastionegelegt, und Terrsinvortheile dazu benutzt, daher bald mitKanonen, bald mit Wurf-Geschütz besetzt. * **) ) Wärehier ein Ausfall geschehen, so hätte sich ihr 3lutzen be-stimmt erwiesen. Aus ihrer Lage läßt sich auch leichtentnehm-n, daß sie, zum Ganzen des neuen Angriffssy-stems gehörend, indem Verlauf der Belagerung, nachUmständen, eine andere Bestimmung erhalten und zumrikoschettiren angewandt werden können.

Haben bei unseren Belagerungen die Schleuder-schüsse wenig Schaden gethan, so lag es wohl wesentlichdaran, daß unser direktes Feuer, aus fremdem Geschütze,weit ungewisser war als das indirekte, daß wir sie we-nig gebraucht haben und daß die Bäume auf den fran­ zösischen Wällen auch sehr die Wirkung verringerten.")

*) Etwas Genaueres darüber in der Fslge^ Bei dieserBelagerung waren es No. 3. und No. 6.

**) Die Erfahrung der neuern Zeit scheint zu beweisen,daß die Rikoschett-Batterien nicht die Wirkung leisten,welche besonders die französischen Ingenieure davonerwarten. Erwägt man aber die große Unsicherheit,welche nothwendig bei dieser Art des Schiessen« stattfinden muß, und die Verschiedenheit des Abprallwin-kels der Kugeln, hei den verschiedenen Gegenständen,welche sie berühren, so erklärt sich dieß sehr natü»