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anfingen, und deren Verpflegung in dieser unfreund-lichen Gegend für unser Commissariat schwer zu bdschaf-fen war — aufgehalten hatte, so ist doch nicht zu läugnen,daß hier nicht die Ingenieure zuletzt fertig wurden; dader Oberst am ifften die Transchee nicht eröffnete, weildie Batterie-Anlagen noch nicht gehörig bestimmt wer-den konnten, indem auf Befehl Seiner Königlichen Ho-heit am Morgen der Eröffnung das Feuer beginnensollte, und der Oberst noch eine seiner Flanken-Batte-rien zu haben wünschte, die ihm aber nicht zugestandenwurde.
Mit diesen Untersuchungen verging der iffte August;der Oberst begab sich wiederum am Abend >auf den An-grifföpunct mit dem Englischen Ingenieur-HauptmannMeinecke und dem Lieutenant Ungcr, welche die Ar-beit der Parallele am andern Tage leiten sollten.
Die Nacht brach plötzlich ziemlich Mister ein, underlaubte ihm, mit diesem starken Gefolge (er hatte au-ßer den Englischen Officieren zwei Adjudanten *) beisich) bis auf den Kamm des Glacis der Lunette derAngriffs-Frönt, kaum hundert Schritte vom Hauptrpalle,Zu gehen, um die Befehle zur morgenden Arbeit auszu-theilen. In dem Platze begann gerade zu der Zeit das^hte Fest Napoleons und wurde durch eine scharfeEalve au« allen Geschützen und den Meisten Gewehrenber Besatzung eröffnet; eine Thatsache, die die Stim-mung im Platze deutlich verrieth. Wir glaubten uns
*) Schon vor Landrecres hatte der Oberst den Lieu-tenant, jetzt Capitain, Meyer zu seinem zweiten Ad-iudanten gewählt.
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