Betrachtungen. 24Z
einem nicht der Theorie angemessenen, seine Vertheidi-gung schwach, unentschlossen und zaghaft führte?
Dauban selbst aber, dieser ausgezeichnete Kopf,hat sich an keine Schranken gebunden gefühlt; er schüftte sich seine Bahn stets sicher, weil er die ewig wahrentrnd^ festen Punkte, die dem Menschen angebornenGrundsätze der Natur, so wenig wie jedes schaffendeWesen verließ,. — Wir sehen ihn scheinbar nach sehrverschiedenen Ansichten handeln, und das berühmte Phi-lippöburg, das berühmte Freiburg , das Schloßvon Namur , mit ganz von einander abweichenden Li-nien umziehen, mit völlig anderen, als die Theorien desAngriffs ergeben mußten.
Aus den von ihm gesammelten Erfahrungen, trugendagegen seine Zeitgenossen, die sich seine Schüler nann-ten, Regeln zusammen, die unstreitig den damaligen Ver-hältnissen angepaßt waren; — nemlich so weit sich dieErfahrungen eines großen genialischen Mannes durch sei-ne nicht genialischen Nachfolger, (sonst würden sie ihreneigenen Weg gegangen seyn) anpassen ließen.
Das ist ja eben das Bedauernswerthe, daß derMensch, nie seinen eigenen Werth kennend, gern knech-tisch das anwenden und nachmachen will, was Andere zuhohe Zwecke geführt hat; ohne zu überlegen, daß die in-nere Kraft fehlt, die jene seltenen Erscheinungen beseelte.Die Nachbeter des genialischen Mannes wollen aus fei-nen Handlungen Lebensregeln, Derhaltungsbefehle fürdie Folge entnehmen. — Sie wollen überall dasselbeGrundgesetz wieder anwenden können, das, stets dasNemliche, stets ihren rohen Handen entgehet, weil esmit zu wenig Worten gefaßt werden kann; — es heißt.-