Betrachtungen. . 273
Auch hier ist also wiederum der Angreifende imNachtheil und in einem Sturme verwickelt, wo seineGegner zum Theil gedeckt sind und schweres Geschützanwenden können, während er unbedeckt und mit weni-gem Feldgeschütz, wenn er ja welches heraus nimmt,fechten muß.
So wäre der Ausfall am Tage nach der Eröffnungzu berechnen; will der Belagerte noch länger warten,bis Sappen-Teten vorrücken, so hat er um so wenigerHoffnung seinen Zweck zu erreichen, als ihn nun sehr weitausgedehnte Linien und mehrerer Geschütz umfassen.
Die Nähe der Parallele erleichtert zwar allerdingsdas Herankommen des Feindes, sie macht aber auch dieVertheidigung derselben um so wirksamer, das Geschützum so schrecklicher, und sind kleine Bomben vorhanden,diese anwendbarer. ♦) — Das Umgekehrte findet nichtstatt, daß nemlich. die Wirkung des Wallfeuers in derNähe in demselben Verhältnisse gefährlicher sey; daranist die geringe Wahrscheinlichkeit des Treffens von demWalle auf die in der Erde gesenkte Linie Schuld.
*) Auch Friedrich der Große fühlte die Nothwendig-keit der näheren Parallele; er sagt: (Histoire dela Guerre de sept ans) 11 y a apparence quece siège (celui d’Olmutz) aurait mieux réussi sil’on n’avait pas ouvert les tranchées de trop loinet qu’on n’eut pas été obligé d’abandonner les pre-mières batteries, parce qu’elles tiraient sans ef-fet ce qui consuma beaucoup de munitions inu-tilement. Beim neueren Angriffe dient jede Batteriebis zu letzt.
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