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nächsten Anhöhen, angehalten. General Schwarz erfuhrnun, und sah es zum Theil selbst, daß die Katalonier längsdem linken Ufer deS Llobregat, hinter allen-Uebergangspunk-ten, Aufwürfe gemacht hatten, und daß besonders auch dieBrücke bei Molins del Rey sehr stark verschanzt und besetzt sey.
In Barcelona war der General Lechi unterdessen auch,mit der 6,ioo Mann starken Garnison, in große Verlegen-heit gekommen. Von außen durch zahlreiche Zusammenrot-tungen bedroht, traten im Innern der Stadt die Bürger inTrupps zusammen, und nur der Mangel an Waffen bandihnen die Hände. Lechi sah sich genvthiget, die 3,022Mann aus der Umgegend in die Stadt zu ziehen, und außerder Besetzung der geschlossenen Werke, die Garnison noch be-ständig auf den Wallen zu haben. Die Wälle und an siegrenzenden Kasernen, wurden in einen solchen Stand gesetzt,daß sie, nach innen gegen die Stadt und nach außen, einedoppelte Vertheidigungsfähigkcit erhielten. Spanische Trup-pen von den Balearischen Inseln waren in Mataro gelandet,und blokirten Barcelona . Kaum konnte Lechi , unter diesenUmständen, Barcelona ruhig erhalten. General 8chwarzder die Lage der Dinge am 8. Juny übersehen konnte, gabDuhesme umständliche Nachricht von der Gefahr; diesereilte nun, um sich am 9. Juny wieder mit ersterem zu vereinigen.Der Angriff der Uebergange des Llobregat, auf der Verbin-dung mit Barcelona , wurde auf den folgenden Nachmittagfestgesetzt, so daß man zuerst die Herkules-Brücke beiMar-torell lebhaft angreifen, durch ein einige Zeit dauerndes Ge-fecht hierher die Aufmerksamkeit der Katalonier ziehen, dannaber gegen Abend die Brücke bei Molins del Rey erzwingenwollte. Aus Barcelvna sollten vier Bataillone und etwasKavallerie, die Insurgemen im Rücken bedrohn. Das Gefecht