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Der Befreiungs-Krieg der Katalonier, in den Jahren 1808-1814 / von H. von Staff
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beendigt, überall waren ihre Operationslinien durchbrochen,die Schlußpunkte derselben umschlossen worden. Der Verthei-digungszustand, in den die Franzosen hinter dem Ebro ge-worfen worden waren, erlaubte kaum noch einigen Bewe-gungskrieg im freien Felde zu führen. Das einzige, nocheiniger selbständigen Thätigkeit fähige vereinigte französischeCorps unter dem Befehl Joseph Napoleons, verdankte nurmit Mühe der Nachläßigkeit der Spanier feine Behauptungum Vittoria, und damit die Gelegenheit zur leichten Wieder-anknüpfung neuer Angriffs - Unternehmungen. Nach derRäumung von Portugall war die ganze Ländermasse rechtsdem Ebro wieder verlassen und Vittoria nur noch der einzigestrategische Punkt, auf den die französischen Angelegenheitenferner ihre großem kriegerischen Plane begründen konnten.Unverzeihlich bleibt es, daß die in äußerst großer Ueberlegen-heit ausgestandenen spanischen Streitkräste die Zeit verabsäum-ten, wo es durch allgemeine Vereinigung möglich war, dieStellung zwischen St. Sebastian, Vittoria und Pampelonazu überwältigen, und so den Franzosen den Raum zu entreißen,von welchem aus ganz Spanien noch wesentlich angegriffenund bedroht blieb. Der ernstliche Angriff auf die französischeStellung Joseph Napoleons, würde um so leichter gewe-sen seyn, als bereits die spanischen Truppen überlegen ineinem «mfaßenden Bogen ausmarschirt waren. Die in Kata­ lonien stehenden 16,000 Mann geregelter spanischen Truppen,hatten gleichzeitig alle zur Besetzung des Gebirges und zurBelagerung von Figueras verwendet werden können, indeßdie Blokade von Barcelona den Miqueletes und Guerillienüberlassen bleiben konnte. Der Mangel einer verbindendenEinheit in der kriegerischen Anordnung, unterstützt von ge-sunden, der Lage der Sache angemeßenen Ansichten und gehö-