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Versuch unternehmen, in wie weit Beherrschung des Bodensdie aufgeregten Gemüther zu zügeln im Stande seyn würde.Der angriffsweise bewegliche Ueberziehungskrieg der Franzosenmußte, durch größere Beweglichkeit überboten, zu einem ste-henden, an die kleinsten Bedingungen des Bodens festgebann-ten Besetzungskrieg erstarren. Gerona war der Schlüssel zuder einmal eingeschlagenen Operations-Linie längs der Küstehin, langer konnte man den Einfluß dieses bis jetzt im Rückenliegen gelassenen festen Platzes, bei einer solchen Stellung derVerhältnisse, nicht unbeachtet wirken lassen. Geronas Erobe-rung hielten die vomWaffenglück übermüthig gewordenen Fran-zosen für eine leicht, selbst mit wenigen Mitteln, in kurzer Zeitzu lösende Aufgabe,
Gerona , das alte Gerunda der Römer, schon vor deren Herr-schaft eine Stadt der Ausetaner, liegt an der Verengung einerkleinen, südwestlich geöffneten Thal-Erweiterung. Die alteStadt liegt am steilen Abhänge des Thalrandes rechts dem Terund Onhar; die neüere, das Marcadal genannt, liegt zwischendiesen beiden Flüssen ganz in der sündigten Ebene. Die Zahlvon fast 2,000 Häusern bewohnen gegen 14,000 Einwohner,von denen die Geistlichkeit ein Viertheil beträgt. Grobe Wol-lenarbeiten, gewöhnliche städtische Gewerbe, Oehl- und Wein-bau, nebst dem Kornhandcl der Umgegend, sind die vorzüglich-sten Erwerbszweige der Einwohner. Nur wenige reiche Grund-besitzer haben eigene Häuser in dem weder durch Geselligkeitnoch Lage anziehenden Gerona . Hohe Häuser nüt starkenMauern, in engen, zum Theil steil hcrablaufenden Straßen,müssen vor der Einwirkung der brennenden Sonnenstrahlenschützen; denen Gerona seiner Lage nach so sehr ausgesetzt ist.Nur ein einziger nicht sehr großer Marktplatz liegt am Zusam-menlaufder Straßen des obern und niedernTheils der Altstadt;