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Der Befreiungs-Krieg der Katalonier, in den Jahren 1808-1814 / von H. von Staff
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den Handen herauf getragen werden mußten. Dir zurDeckung des Baues am kahlen Abhänge dahinter im Lagerstehenden Würzburger und Berger konnten sich durch zusam-men , getragene Steinhaufen nicht vor den Wurfgeschossendecken, die der Monjui ihnen und den Arbeitern zuschickte.Vier Geschütze waren am 26. Juni im zerstörten Fort St.Ludwig gedeckt aufgepflanzt worden, um das Feuer des halbenMondes vor dem Monjui zu löschen, welches den Arbeiternam lästigsten war.

Am Z. Juli erhoben 25 Geschütze der vollendeten kaiser-lichen Batterie *) ein ununterbrochenes Feuer gegen die rechteFace des voliegenden Bastions des Monjui, indeß die vierGeschähe bei St. Daniel fortwährend die linke Seite des hal-ben Mondes beschossen. Die Bollwerksface war am 4. Nach-mittags bereits so weit, als man sie nur über das Glacishinwegsehen konnte, von oben abgekämmt; in der Nacht zum5. Juli rückte daher eine Abtheilung vor um die Bresche zuuntersuchen, zugleich aber auch den Versuch zu machen, obman sich ihrer nicht durch Ueberraschung bemächtigen könne.Das Unternehmen mißlang, da man den bedeckten Weg starkmit Infanterie vertheidigt fand; doch hatte der die Abthei-lung leitende Ingenieur-Offizier deutlich gesehen, daß derGräben vörr dem Schutt, der in einer Breite für Zo Mannniedergeschossenen Face, gefüllt sey. Es wurde beschlossen dieDresche fortwährend durch Haubitzen zu bewcrfen, um dasAufräumen zu verhindern, bis man alles vorbereitet habe,um ist dtr Nacht auf den 8- Juli einen Sturm des Monjuizu untMehmen.

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*) Dir Teufelsbatterie nannten sie die Geronesen.