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neuen Mörser-Batterie und vorn Calvari, Wurfgeschosse ver-einigt; indessen Schützen in der Schlucht selbst ein heftigesnutzloses Feuer unterhielten, gegen das sich die Besatzung ver»borgen hielt, und nur aus dem Klosterthurm die keckstenSchützen abwies. Das gänzlich umfassende Geschütz-Feuermachte alle Verbindung des Klosters mit den übrigen Belage-rern am Tage unmöglich, nur des Nachts schlich man sichdurch. In der Nacht wurden, von dem im Kloster komman-dircnden Bergischen Capitain Blank, Piquets vorgeschoben,um es gegen einen Uebcrfall sicher zu stellen, und um, zwischenGerona und der Rückseite des Monjui durch, sich mittelstPatrouillen mit einem Westphalischen Bataillon unter demCapitain Bocks in Verbindung zu setzen, welches sich allerAngriffe ohnerachtet, auf dem Schutthaufen des Thurmes St.Johann behauptete. Starke spanische Piquets unterbrachenindessen fortwährend eine solche Verbindung.
Am Monjui behaupteten sich die Angreifenden im halbenMond, und führten selbst Geschütze ein. Die Brustwehrender Flanken beider neben liegenden Bastions wurden zerttüm-mert, die Lücke in der Courtine immer breiter. Mit knirschen-der Wuth sahen die Spanier diese nahen Arbeiten, sie begnüg-ten sich nicht mit der Anordnung, daß Sections rasch aufdie Breschen rückten, um ein Feuer zu geben und dann zurückzu gehen, oft stürzten diese Abtheilungen sich in den Grabenherab, um mit Kolben und Säbel die Belagerer aus demhalben Monde nach ihren Logements auf dem Glacis/ zurückzu treiben. Bis zum i o. August wurde der Monjui in dieserArt vertheidigt-^es war nicht möglich sie länger fort zu setzen,auch war die Cisterne bereits gänzlich ausgeschöpft:^, Alvarez,Den der Lage des Monjuis unterrichtet, ordnete für den ro.einen großen Ausfall- der zugleich die freie Verbindung wieder