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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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krieg verstrichen. Ueberdieß hatte die russische Armeenicht mehr die Zeit, früher als der Feind die War-the zu erreichen, und doch ist diese in dem ebenenLande auf dem linken Ufer der Weichsel , wo keinefeste Platze eine Offensiv-Operation baftren, die ein-zige Position; auch hatten die Russen keine Magazine;sie hatten die Weichsel im Rücken gehabt, deren Ue-bergänge eigenthümliche Schwierigkeiten haben; unddursten bei einem unglücklichen Ausgange auf demRückzüge von den Polen ihre gänzliche Auflösungerwarten.

Das mußte den General -renningsen bestimmen,den Vertheidigungskrieg zu Wahlen, wozu ihm zumSchutz für die russischen Grenzen nichts mehr übrigblieb als die Gegend zwischen der Weichsel und derMeine!; doch war für diesen der herannahendeWinter besonders günstig, indem er die Transporteund das Zueilen der Truppen aus dem Innern zurArmee in demselben Grade erleichterte, als er ihrVorrücken in ein südlicheres und unwegsameres Landerschwert haben würde.

Der Feldzug begann von russischer Seite damit,daß am i^. November von der sechsten Division desGeneral-Majors Scdmaratzki von Praga aus, wo siestand, durch Warschau (welches noch von den beidenpreußischen Infanterie-Regimentern Plötz und Rüits,dem Bataillon Chlebowsky und dem Kürassier-RegimentWagenfeld unter dem Gouverneur, General von derKavallerie Köhler und dem General-Lieutenant Plötz