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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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det, sondern auch seine Macht und sein Einfluß aufdie Angelegenheiten Europa's vergrößert werdenkonnten, ging unbenutzt vorüber. Mangel an Lebens-rnitteln und Fourage hatten, nach damaliger Angabe,diesen Rückzug veranlaßt und nothwendig gemacht.Indessen fleht dahin, ob künftige Zeiten nicht die An-führer der beiden getrennten russischen Armee-Corpseiner gegenseitigen Eifersucht, als der Ursache desunglücklichen Rückzuges anklagen werden, der allewahrscheinliche Erfolge so entscheidend vereitelte, unddurch die angeführten Beweggründe nicht zureichendmotivirt erschien.

Nach Mitternacht verließ die russische Armeedas Schlachtfeld, und näherte sich bis auf ro Mei-len der russischen Grenze. Ueberall feierte man dengroßen Sieg von Puitusk. Auch in Königsberg schmeichelte man sich einige Minuten mit diesenSiegesnachrichten, doch nur bis der königlichen Fa-milie nach diesem erchchtencri Siege selbst dort Ge-fahr drohcte.

Das Gefecht bei Golomin, wo der General-Lieu­ tenant , Fürst Gallizin der 5te (der einen Theil der3 ten und 4 ten Division und die ?te kommandirte)von dem Großherzog von Berg und dem 7t«n Corpsdes Marschalls Augereau angegriffen wurde, dauerteden sksten Dezember von 9 Uhr des Morgens bis7 Uhr des Abends. Die russischen Truppen kämpf-ten mit vieler Tapferkeit gegen einen weit überlege-nen Feind und bebanptcten ihren Posten, bis sie ihn