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Ruhetag. Die Noth um Lebensmittel zerbrach bei-nahe alle Fesseln des Gehorsams und unterdrücktejedes Gefühl der Menschlichkeit, und dennoch warendiese Tage nur das Vorspiel der künftigen Granel,wie sie nur immer ein verheerender, blutiger Kriegerzeugen kann-
Der Graf Buxhoewden nahm heute sein Haupt-quartier in dem Dorfe Dilewo, seine Truppen stan-den durch den Fluß Omulef gedekt. Die Ote undr^te Division von- diesem Corps waren auf aus-drücklichen Befehl des Feldmarschalls Kamensky aufdem Rückzüge nach der russischen Grenze zwischenden Flüssen Narew und Bug begriffen. Der GrafBuxhoewden, der nach der Entfernung des Feldmar-schalls der älteste General bei der russischen Armeewar, ersuchte den General Benningsen auf heute umeine Zusammenkunft in Ostrow, weil er morgen diegefammte russische Armee versammeln, mit ihr denFeind angreifen, und jetzt die aufgegebenen Vortheileder Schlacht von Pultusk nachzuholen sich bemühenwollte; allein der General Benningsen vermied so-wohl diese Zusammenkunft als auch die Vereinigungseines Corps d'armee mit dem des Grafen Buxhoew-den, wie er angab, theils wegen Mangel an Subsistenz,theils auch wegen der schlechten Brücke bei Osiro-lenka über den Narew , über welche im Fall einesunglücklichen Erfolgs die Armee sich nicht ohne Ge-fahr würde zurückziehen können; er benachrichtigtevielmehr den Grafen Buxhoewden, daß er über Miast -