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nicht mit unbedeutender Uebermacht angegriffen undzu schlagen versucht hüt, wovon den Kaiser wahr-scheinlich nur Mangel an Lebensmitteln und die un-wegsamen Straßen abgehalten haben mögen.
Der größte Theil der französischen Armee bliebaußerhalb der Osirolenkaischen Wildniß in der Ge-gend von Soldau , Willenberg und Ortelsburg stehen.In dem letzten Orte hatte der Kaiser sein Haupt-quartier, und beobachtete dort an dem Rande derWildniß die hinter derselben vereinigte russische Ar-mee; doch hatte er zur Unterstützung der MarschalleNey und Ponte Corvo , welche dem preußischen Corpsnach Ostpreußen und Ermeland gefolgt waren, ei-nige Truppen nachgeschickt.
Den 2ten Januar wurde in Nowogrod durchden Eisgang die noch nicht vollendete Ponton-brücke zerstöhrt. Gegen Mittag traf ganz unerwar-tet, dem General Benningsen zuvorkommend, der GrafBuxhoewden in Nowogrod ein, worauf eine Ver-sammlung aller hier anwesenden Divisions-Generaledas Resultat hatte, daß der Feldmarschall, Graf Ka-mensky das Oberkommando der Armee niederlegte;was nun dem General, Grafen Buxhoewden zufiel, daer dem Patente nach der älteste war. Zugleichwurde einstimmig der weitere Operationsplan derrussischen Armee, wie hier folgt, festgesetzt.
„Die Armee soll vereinigt werden; sodann„durch die Defileen, welche der Spirding und„Loewenthiner See bilden, vorrücken, blos die