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mühle, das zweite unter dem General-Lieutenant Für sten Gallizin nach Allenstein vorrückte. Das Hauptquar-tier des General-Lieutenant L'Estocq war in Salfeldt.
Vom 2gsten Januar bis den 2ten Februa rbliebdas Hauptquartier der russischen Armee in Mehrun-gen, weil, wie es hieß, die Truppen, welche seit iZTagen marschirt waren, der Ruhe bedürften; dochbesonders, weil man Zeit gewinnen wolle, um Pro-viant an sich zu ziehen, ehe man die Franzosen überdie Weichsel zurückwürfe, was man sich als ziemlichleicht vorstellte.
Es wurde eiu Angriff auf Liebemühle vorberei-tet; doch fand die Avantgarde auch dieses Städtchenbereits vom Feinde verlassen, und dieß bestärktewahrscheinlich die Idee (wozu vielleicht noch einigefalsche Spion-Nachrichten das ihrige beigetragenhaben mögen), daß die französische Armee sich überdie Weichsel zurückzöge, um der russischen Offensivezu entgehen; deshalb blieb der General Benningsenin Mohrungen stehen, um, wie er vielleicht glaubte,dem Feinde eine goldene Brücke zu bauen.
Den Listen Januar schickte der General-Lieu tenant , Fürst Gallizin der gte, von Allenstein denObersten und Flügel-Adjutanten, Prinz Dolgoruckyinit dem Kurländischen Dragoner-Regiment, einemBataillon vom Rostowschen Musketier-Regimentund dem Kosaken - Regiment Jefremow dem Ztennach Passenhain, um von diesem Orte Besitz zu neh-men; eben so schickte er den General Müller Sako-